Geht im WM-Super-G-Rennen als Favoritin auf die Strecke in Cortina d'Ampezzo: Lara Gut-Behrami. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Sie ist in bestechender Form – und die große Favoritin für den Super-G der Damen, mit dem die alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo heute (13.00 Uhr/ARD und Eurosport2) endlich beginnen sollen.

Vier Saisonsiege in Serie feierte Lara Gut-Behrami zuletzt in ihrer Spezialdisziplin. Nach Silber 2013 und Bronze 2017 könnte es für die Schweizerin diesmal tatsächlich Gold in einem WM-Super-G werden.

«Ich genieße es», sagte die 29-Jährige nach ihrem Doppelerfolg bei der Generalprobe in Garmisch-Partenkirchen jüngst über ihre bemerkenswerte Verfassung. Die damit verbundenen hohen Erwartungen an sie für den ersten Höhepunkt der Titelkämpfe in Italien, bei dem die Starnbergerin Kira Weidle als einzige Deutsche an den Start gehen wird, versucht Gut-Behrami aber auszublenden.

Nach vier Siegen in Folge werde «erwartet, dass selbstverständlich der fünfte kommt, aber das ist überhaupt nicht selbstverständlich», sagte sie. «Wenn ich am Start stehe, habe ich noch nichts gewonnen. Ich kann also auch nicht fahren, um etwas zu verlieren. Ich kämpfe nur um die Chance, etwas zu gewinnen.»

Natürlich hoffe sie auf ihren ersten Titel bei einem Großereignis. Sich darauf reduzieren lassen wolle sie aber nicht. «Meine Karriere ist deutlich mehr wert als nur eine Medaille», betonte Gut-Behrami. Im Alter von gerade mal 16 Jahren hatte die Schweizerin ihr Debüt im Weltcup gegeben, mit 17 feierte sie ihren ersten Sieg.

Seit Dezember 2007 steht sie quasi durchgehend im Fokus ihrer skiverrückten Landsleute. Der Umgang mit dem enormen Druck hat sie über die Jahre spürbar reifen lassen. Wirkte es nach ihrer schweren Knieverletzung während der WM 2017 zwischenzeitlich so, als würde sie die frühere Form nicht mehr zurückerlangen, befindet sie sich vier Jahre später womöglich sogar in der ihres Lebens.

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