Deutsche Hoffnung in der Kombination: Nathalie Armbruster. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Daniel Karmann/dpa)

Die Saison ist vorbei, der Kampf für Gleichberechtigung und mehr Wettkämpfe hört nicht auf. Mit dem Ende des Winters und damit der großen TV-Plattform geht es für die Nordischen Kombiniererinnen um Vorzeige-Athletin Nathalie Armbruster darum, sichtbar zu bleiben.

«Es ist auch so, dass es weitergehen wird mit dem Kampf um Anerkennung. Ähnlich wie beim Bereich Damenskisprung oder Damenfußball, um vielleicht zwei Beispiele zu nennen, ist das ein Stück weit Part of the Game (Teil des Spiels)», sagte Teammanager Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband. «Da müssen wir schauen, dass wir in der Außendarstellung und Etablierung in der deutschen Sportwelt einfach weiterkommen.»

Für Olympia 2026 wurde die Frauen-Kombination nicht berücksichtigt, damit droht auch den Männern ab 2030 das Aus bei den Winterspielen. Um gegen die Entscheidung des IOC zu protestieren, malten zahlreiche Athletinnen in Oslo Schnurrbärte in ihr Gesicht. Die TV-Präsenz bei der WM tat den Frauen um Armbruster und Dauersiegerin Gyda Westvold Hansen aus Norwegen gut, die Perspektiven gestalten sich angesichts der ungewissen Olympia-Zukunft aber schwierig.

Armbruster, gerade einmal 17 Jahre jung, wird weiter für die Kombination kämpfen, hat aber ab Montag auch noch andere Dinge zu erledigen. «Ich muss natürlich in die Schule, jetzt kommt der Alltag zurück. Das wird eine riesengroße Umstellung. Dann werde ich mich mal um den Führerschein kümmern und dann langsam wieder mit dem Training beginnen», sagte sie am Holmenkollen. Das sportliche Ziel im nächsten Winter: Westvold Hansen, die zehn von zehn Weltcups sowie das WM-Rennen für sich entschied, auch mal zu besiegen.

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