Anett Pötzsch trauert ihre langjährigen Trainerin Jutta Müller. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Uwe Anspach/dpa)

Die erste deutsche Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Anett Pötzsch hat mit tiefer Trauer auf den Tod ihrer langjährigen Trainerin Jutta Müller reagiert.

«Zwar musste man auch aufgrund ihres hohen Alters immer damit rechnen. Aber wenn es dann so weit ist, hat es etwas Endgültiges. Und damit habe ich ein Problem», sagte die 63-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Müller war am Donnerstag im Alter von 94 Jahren in einem Pflegeheim bei Berlin gestorben.

Pötzsch, die 1980 in Lake Placid Olympiasiegerin geworden war und zudem zweimal WM-Gold sowie vier Europameistertitel geholt hatte, betonte den Anteil Müllers an ihren Erfolgen. «Ich bin dankbar, sie an meiner Seite gehabt zu haben. Ohne sie hätte ich es wohl nicht so weit geschafft», sagte die gebürtige Chemnitzerin.

Obwohl Müller als «Eiserne Lady» galt, habe sie ihren Sportlern auch nahe gestanden, sich ihrer Sorgen angenommen. «Was sie in jedem Fall mega vermitteln konnte, war, Ziele zu haben, Durchhaltevermögen und Disziplin. Davon kann man in schwierigen Phasen bis heute profitieren, weil man es ja bereits einmal geschafft hat», sagte Pötzsch.

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