Francesco Friedrich, Thorsten Margis, Candy Bauer und Felix Straub fahren die Bahn hinab. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Robert Michael/dpa)

Sechs Tage vor dem WM-Start in St. Moritz ist Francesco Friedrich im Viererbob zu EM-Silber gerast. Wie schon in der Vorwoche siegte der Brite Brad Hall beim parallel ausgetragenen Weltcup-Rennen in Altenberg und holte sich den EM-Titel in der Königsklasse.

Mit seiner Crew Thorsten Margis, Candy Bauer und Felix Straub hatte der zweimalige Doppel-Olympiasieger Friedrich vom BSC Sachsen Oberbärenburg nur 0,09 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Briten. Johannes Lochner wurde hinter dem Schweizer Michael Vogt Weltcup- und EM-Vierter.

«Brad Hall hat einfach die Ausfahrt von Kurve neun besser getroffen und nimmt so mehr Geschwindigkeit mit in den unteren Bahnteil», sagte Friedrich und fügte mit Blick auf die Titelkämpfe in der Schweiz an: «Aus diesen Rennen hier können wir ohnehin nichts mitnehmen.» 

Kein Risiko

Der durch eine Muskelverletzung gehandicapte Rekordweltmeister aus Sachsen wird also immer schneller, in der Vorwoche waren es noch 52 Hundertstelsekunden Rückstand auf Hall. Doch mit Blick auf das Zweierbob-WM-Rennen am kommenden Wochenende im Schweizer Engadin will Friedrich nichts riskieren.

So musste er mit gequältem Lächeln mit anschauen, wie Johannes Lochner zuvor den vierten Sieg nacheinander im Zweierbob einfuhr und Europameister wurde. «Die Siege auf der Bahn des Konkurrenten sind die allerbesten», meinte der Berchtesgadener und fügte an: «Der Franz wird spätestens in St. Moritz zurückschlagen. Das habe ich schon oft am eigenen Leibe erleben müssen.» 

Bei den Frauen zeigte sich Laura Nolte mit gleich zwei EM-Titeln im Mono- und Zweierbob in bester WM-Form. Im Weltcup musste sie sich jeweils nur knapp Kaillie Humphries geschlagen geben, die seit Jahren auf der anspruchsvollen Piste im Osterzgebirge in einer eigenen Liga fährt. «Ich  bin super zufrieden, Altenberg war noch nie meine allerbeste Bahn, doch ich freunde mich immer mehr damit an. Im zweiten Lauf waren wir sogar schneller als Kaillie», sagte Nolte, die mit Neele Schuten auch zwei Startbestzeiten hinlegte. 

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