Katharina Althaus könnte sich auch bald einen Eintrag im Geschichtsbuch des Skispringens sichern. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Daniel Karmann/dpa)

Am 6. Januar 2002 schrieb Sven Hannawald bei der Vierschanzentournee ein Stück Skisprung-Geschichte. Mit dem vierten Sieg im vierten Wettbewerb sorgte er nach 49 Jahren dieses prestigeträchtigen Wettbewerbs für ein Novum.

Heute (17.30 Uhr/ARD und Eurosport), dem 1. März 2023, könnte sich auch Katharina Althaus einen Eintrag im Geschichtsbuch sichern: Gewinnt sie bei der WM in Planica auch das Einzel auf der Großschanze, wäre sie in der knapp 100-jährigen Geschichte Nordischer Ski-Weltmeisterschaften die Erste, die viermal Skisprung-Gold bei einer WM geholt hat.

Starke Qualifikation

Mit einem 129-Meter-Satz und dem Sieg in der Qualifikation demonstrierte die 26 Jahre alte Allgäuerin bereits ihre Klasse. «Ich kenne die Schanze hier. Ich mag die viel lieber als die kleine. Es lief ab dem ersten Sprung ganz gut. Ich freue mich», sagte Favoritin Althaus im Tal der Schanzen. Sie wolle «den Schwung mitnehmen».

Dass der Vierfacherfolg bislang unerreicht ist, lag nicht nur an den Sportlern, sondern auch an den wenigen Chancen, die es dafür überhaupt gab. Die Frauen haben erst seit 2021 vier Wettbewerbe. Für die Männer gab es 2001, 2005 und 2011 je zwei Einzel- und zwei Teamspringen und seit 2013 zwei Einzelspringen, einen Teamwettbewerb sowie das Mixed mit je zwei Frauen und zwei Männern. Die Österreicher Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern (jeweils 2011) und Markus Eisenbichler (2019) holten jeweils dreimal Gold, doch für vier Titel reichte es bislang nie.

Von