Patzte in der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen: Karl Geiger. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Daniel Karmann/dpa)

Die deutsche Vierschanzentournee-Hoffnung Karl Geiger hat in der Qualifikation für das Neujahrsspringen gepatzt. Der 29 Jahre alte Skispringer qualifizierte sich vor 9000 Zuschauern zwar für den Wettbewerb an Neujahr (14.00 Uhr/ARD und Eurosport), blieb mit 119 Metern als 30. aber deutlich hinter den hohen Erwartungen zurück.

«Ich bin generell nicht so gut reingestartet heute. Es war nicht die saubere Klinge. Das hat auch seine Gründe, die müssen wir morgen besser machen», sagte Geiger. Konkret benannte er den Schwerpunkt in der Anlaufspur, den er nicht gefunden habe. Bundestrainer Stefan Horngacher sagte: «Es war nicht ganz so optimal. Das ist kein großer Stress. Wir haben die Aufgabe gehabt, locker reinzukommen. Karl hat ein bisschen die Balance verloren, aber nichts Dramatisches.»

Insgesamt qualifizierten sich zehn deutsche Springer für den prestigeträchtigen Wettbewerb zum Start ins Jahr 2023. Bester Athlet im Team von Chefcoach Stefan Horngacher war überraschend Philipp Raimund als Neunter. Den Sieg sicherte sich der Pole Dawid Kubacki (140,5 Meter) vor dem Slowenen Anze Lanisek und dessen Landsmann Timi Zajc. In der Tournee-Gesamtwertung hat der Norweger Halvor Egner Granerud, der in der Quali Sechster wurde, nach seinem klaren Sieg in Oberstdorf bereits ein Polster auf die Verfolger.

Eisenbichler verbessert

Ein leichter Aufwärtstrend war beim deutschen Rekord-Weltmeister Markus Eisenbichler zu sehen. «Eisei» sprang 131 Meter und schaffte es damit auf Rang 14. «Es war schwierig in Oberstdorf. Es ist alles nicht zusammengelaufen, dann hadert man mal mit sich selbst. Es hat einfach überhaupt nichts funktioniert. Da ärgere ich mich mal kurz, dann war es schon wieder gegessen», sagte Eisenbichler in der ARD. Inzwischen blicke er schon wieder etwas zuversichtlicher auf die weitere Tournee. In Oberstdorf hatte er als 33. den zweiten Durchgang verpasst.

Anders als in Oberstdorf war diesmal die sogenannte nationale Gruppe am Start. Für David Siegel, Finn Braun und den disqualifizierten Simon Spiewok reichte es in der Vorausscheidung nicht für einen Platz unter den besten 50. Auch der ehemalige Skiflug-Weltmeister Daniel-André Tande aus Norwegen erlebte eine Enttäuschung. Sein 112,5-Meter-Sprung war zu wenig für die Qualifikation.

Die Duelle der deutschen Skispringer:

Philipp Raimund (9/Oberstdorf) – Ziga Jelar (42/Slowenien)

Constantin Schmid (10/Oberaudorf) – Alex Insam (41/Italien)

Markus Eisenbichler (14/Siegsdorf) – Pius Paschke (37/Kiefersfelden)

Stephan Leyhe (15/Willingen) – Marius Lindvik (36/Norwegen)

Andreas Wellinger (19/Ruhpolding) – Philipp Aschenwald (32/Österreich)

Felix Hoffmann (28/Heidersbach) – Naoki Nakamura (23/Japan)

Martin Hamann (29/Aue) – Jan Hoerl (22/Österreich)

Karl Geiger (30/Oberstdorf) – Ren Nikaido (21/Japan)

Luca Roth (49/Messtetten) – Anze Lanisek (2/Slowenien)

(Die Zahl in der Klammer gibt die Platzierung in der Qualifikation an)

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