Auf dem Weg zu Silber in der Abfahrt: Kira Weidle in Aktion (Urheber/Quelle/Verbreiter: Marco Trovati/AP/dpa)

Kira Weidle kam nach ihrer Sensationsfahrt aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Die Skirennfahrerin aus Starnberg hat bei den Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo Silber gewonnen und dem deutschen Team im dritten Rennen die bereits zweite Medaille beschert.

Weidle musste sich nur Mitfavoritin Corinne Suter aus der Schweiz um 0,20 Sekunden geschlagen geben. «Wahnsinn, ich weiß noch gar nicht was ich sagen soll», sagte Weidle bei der ARD. «Der Schnee war traumhaft zu fahren heute. Ich wusste, wenn es einigermaßen zusammenpasst, kann ich richtig schnell fahren.» Und wie! Die einzige deutsche Speedfahrerin bei diesen Titelkämpfen ließ sogar Super-G-Weltmeisterin Lara Gut-Behrami um 0,17 Sekunden hinter sich; die Schweizerin holte Bronze.

Die 24-Jährige sorgte für die erste deutsche WM-Medaille des Deutschen Skiverbands (DSV) bei einer Frauen-Abfahrt seit Maria Höfl-Riesch 2013. Letztmals Silber holte Katja Seizinger 1996; die bislang letzte Abfahrts-Weltmeisterin aus Deutschland war Rosi Mittermaier 1976.

Für den DSV, der mit nur drei Frauen nach Cortina gereist war, ist die zweite Medaille nach Silber durch Romed Baumann im Super-G ein weiterer Coup. In drei Rennen holte der DSV schon gleich viel Medaillen wie bei den Weltmeisterschaften 2017 und 2019 zusammen.

Weidle selbst hatte nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg einen schwierigen Winter und die Podestplätze im Weltcup verpasst. Sie bedankte sich im Ziel bei ihren Betreuern, Trainer und Serviceleuten. «Gerade in der schwierigen Saison alleine irgendwo unterwegs zu sein, war nicht einfach», sagte sie. «Deswegen ein großes Dankeschön.»

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