Snowboarder Martin Nörl hatte in der vergangenen Saison den Gesamtweltcup gewonnen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Valentin Flauraud/KEYSTONE/dpa)

Snowboardcrosser Martin Nörl spürt die gestiegenen Erwartungen nach seinem Gesamtweltcupsieg im vergangenen Winter.

«Bisschen Druck ist da. Klar stehe ich bei den anderen Trainern jetzt auch mehr im Mittelpunkt», sagte der 29 Jahre alte Sportler von Snowboard Germany vor dem Saisonauftakt im französischen Les Deux Alpes. Heute steht für die Athleten die Qualifikation an, am Samstag will Nörl dann die Punktejagd auf seine zweite Kristallkugel eröffnen. 

Drei Siege konnte der gebürtige Landshuter in der Vorsaison holen. «Mit den Ergebnissen sind meine eigenen Erwartungen auf jeden Fall gewachsen. Vor dem ersten Weltcup in Richtung Gesamtwertung zu schielen, macht aber keinen Sinn. Das wäre sprichwörtlich Glaskugel-Leserei», befand Nörl.

Verbesserungspotenzial sieht der Bayer noch beim Start. «Das ist ein athletisches Problem, dass mir einfach ein bisschen die Spritzigkeit fehlt», gestand der Routinier, der die ersten Meter oft hinterherfährt. Um zu gewinnen, sei er daher auf «günstige» Strecken angewiesen. «Damit ich überholen kann, muss der Kurs Gleitstücke haben und breitere Kurven, in denen man verschiedene Linien fahren kann», erklärte Nörl.

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