Auf ihrer Heimbahn in Aktion: Hannah Neise. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Robert Michael/dpa)

Mit einem starken zweiten Lauf haben die deutschen Skeleton-Pilotinnen ihre Titelchancen bei den Weltmeisterschaften in Winterberg gewahrt. Peking-Olympiasiegerin Hannah Neise verbesserte sich auf ihrer Heimbahn von Rang sieben auf Platz drei.

Vor den beiden abschließenden Läufen am Freitag hat die Winterbergerin nur 0,06 Sekunden Rückstand auf die führende Kanadierin Hallie Clarke. Auf Platz zwei mit der Britin Tabitha Stoecker sind es nur drei Hundertstelsekunden.

Titelverteidigerin Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg liegt auf Rang fünf. Auch die Olympia-Zweite von 2018, Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland, ist als Sechste mit nur einer Zehntelsekunde auf Bronze in Schlagdistanz zu den Medaillen.

Hohe Temperaturen und Nieselregen

«Ich hänge am Start einfach zurück, da fehlen anderthalb Zehntel, um da vorne mitzuhalten. Meine beiden Läufe waren okay, es waren nur Kleinigkeiten mit drin», sagte Neise. Kreher meinte zu den eher hohen Temperaturen um neun Grad Celsius und Nieselregen: «Ich dachte, am Start geht ein bisschen mehr. Wo die Zeit geblieben ist, weiß ich nicht. Vielleicht war es nicht das beste Material für das Wetter.» Cheftrainer Christian Baude sprach von «einem verrückten Rennen. Im zweiten Lauf ist die Bahn dann ein wenig gekippt. Da haben Susi und Jacka etwas profitiert, auch Hannah ist noch nach vorn gefahren. Es wird auch morgen ein sehr enges, spannendes Rennen».

Die nach Lauf eins führende Mitfavoritin Kimberley Bos aus den Niederlanden hatte im zweiten Lauf Probleme beim Schließen ihres Helms, war dadurch nervös in der Bahn und fiel mit der nur 21. Zeit auf Rang elf zurück.

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