Die Schweizerin Lara Gut-Behrami war im Super-G eine Klasse für sich. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Michael Kappeler/dpa)

Die Schweizer Skirennfahrerin Lara Gut-Behrami ist erstmals Olympiasiegerin. Die Weltmeisterin und 34-fache Weltcupsiegerin gewann bei den Winterspielen in China den Super-G.

Am Montag hatte die 30-Jährige schon Bronze im Riesenslalom geholt. Zweite hinter Gut-Behrami wurde die Österreicherin Mirjam Puchner, Dritte die Schweizerin Michelle Gisin. Die einzige deutsche Starterin, Kira Weidle, fuhr auf Rang 15. In der Abfahrt am kommenden Dienstag ist die Starnbergerin aber deutlich stärker einzuschätzen. Mikaela Shiffrin (USA) erreichte nach ihrem jeweils frühen Aus im Riesenslalom und Slalom diesmal das Ziel und belegte Platz neun.

«Ich versuche, es zu genießen. Aber ich glaube, ich werde noch ein paar Tage brauchen um zu verstehen, was passiert ist», sagte Gut-Behrami. Das Gold von Yanqing ist die Krönung ihrer Karriere. In ihrer Heimat galt sie einst als Wunderkind. Mit 16 Jahren debütierte die Tessinerin im Weltcup, mit 17 feierte sie ihren ersten Sieg, in der Saison 2015/2016 gewann sie den Gesamtweltcup. Auf den ersten Triumph bei einem Großereignis musste sie allerdings bis zur WM in Cortina d’Ampezzo vor einem Jahr warten. Da gewann sie neben dem Super-G dann auch den Riesenslalom. Diese Saison verpasste sie wegen einer Corona-Infektion fünf Rennen, setzte mit dem Abfahrtssieg in Zauchensee Mitte Januar dann aber wieder ein Ausrufezeichen.

Weidle fand ihre eigene Leistung «okay. Ich kam gut klar, es waren auch viele gute Schwünge dabei», sagte die 25-Jährige. In der Abfahrt, in der sie vergangenen Februar WM-Zweite wurde, hofft sie auf eine Medaille. Ausnahmefahrerin Shiffrin verspürte angesichts des Fiaskos, das sie in den Tagen zuvor erlebt hatte, «Erleichterung».

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