Kombinierer-Olympiasieger Johannes Rydzek kritisiert die Vergabe der Olympischen Winterspiele an Pyeongchang 2018 und Peking 2022. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)

Kombinierer-Olympiasieger Johannes Rydzek hat die Vergabe der Olympischen Winterspiele an Pyeongchang 2018 und Peking 2022 kritisiert.

In einem Interview von «Stuttgarter Zeitung», «Stuttgarter Nachrichten» und «Allgäuer Zeitung» sagte der 29-Jährige: «In Südkorea wurde auch alles mitten in der Natur hochgezogen. Ich habe keine Ahnung, ob da jemals noch ein Wettkampf stattgefunden hat oder stattfinden wird. Das war ein einziges Prestigeobjekt – genauso wie nun in China. Peking wird allerdings sicher den negativen Höhepunkt bilden. Da wird der Gigantismus zelebriert.»

Bei der Vergabe von Olympia stehe «einfach nicht der Sport im Fokus. Es geht vor allem um politische und wirtschaftliche Interessen», wie Rydzek erklärte. Hoffnung machen dem Kombinierer die vergangenen Vergaben nach Paris für 2024 und Mailand/Cortina für 2026. Die Fußball-WM in Katar, die nächstes Jahr im November und Dezember steigt, will sich Rydzek nicht anschauen. «Die ist genauso irrsinnig. Und ebenfalls ein Sportereignis, das zeigt, wie Geld die Welt regiert. Diese WM werde ich nicht verfolgen.»

Kombinierer starten mit Gold-Quartett

Die deutschen Nordischen Kombinierer starten mit dem Goldquartett von Pyeongchang in den Olympia-Winter. Eric Frenzel, Rydzek, Vinzenz Geiger und Fabian Rießle stehen für das Wochenende im finnischen Ruka allesamt im Aufgebot von Bundestrainer Hermann Weinbuch. «Die Mannschaft zeigt sich sehr ausgeglichen, ich habe sieben starke Jungs am Start. Fast jeder kann jeden schlagen – wir sind sehr gespannt und reisen frohen Mutes in den Norden, mit einem gewissen Selbstvertrauen, aber auch mit einer gewissen Anspannung, wie gut sich die Konkurrenz präsentieren wird», sagte Chefcoach Weinbuch.

Neben dem seit Jahren etablierten Quartett sind auch Julian Schmid, Terence Weber und Manuel Faißt für den Auftakt nominiert. «Ich denke, dass wir vor allem im Springen vorangekommen sind – wir bekommen allerdings auch mit, dass ein (Jarl-Magnus) Riiber und (Franz-Josef) Rehrl auf der Schanze hervorragend agieren», sagte Weinbuch über die starke Konkurrenz aus Norwegen und Österreich.

Die deutschen Skispringer reisen nach dem starken Auftaktwochenende mit einem Sieg und einem zweiten Platz von Karl Geiger unverändert zur zweiten Station nach Finnland. «Der Zustand der Mannschaft ist gut, es sind alle gesund und mental in einer guten Verfassung», sagte Chefcoach Stefan Horngacher.

Vor seinem Debüt steht Frauen-Skisprungtrainer Maximilian Mechler beim Weltcup im russischen Nischni Tagil. Der ehemalige Athlet sieht die kleine Schanze als «sehr guten Auftakt». Angeführt wird sein Team von Mixed-Weltmeisterin Katharina Althaus.

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