Sieht Erik Lesser vor einer schwierigen Saison: Michael Rösch. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Hendrik Schmidt/dpa)

Biathlon-Olympiasieger Michael Rösch sieht seinen ehemaligen Kollegen Erik Lesser vor einem schwierigen Winter.

«Ich hoffe es nicht, aber ich habe die Befürchtung, dass Erik lange für seine Olympia-Qualifikation brauchen wird – wenn er sie denn schafft», sagte Rösch in einem Interview bei «eurosport.de» und betonte zugleich die Wichtigkeit des 33-jährigen Thüringers für die DSV-Skijäger: «Wir brauchen ihn für die Staffel.»

Lesser hatte das erste Saisonrennen am vergangenen Wochenende krank verpasst und war einen Tag später noch angeschlagen im Sprint auf Platz 44 gelandet. «Er hatte jetzt auch wieder einen Infekt, das zieht sich dann mal gerne zwei bis drei Wochen hin», sagte Rösch.

Um sich sicher für Olympia im Februar 2022 in Peking zu qualifizieren, muss Ex-Weltmeister Lesser im Weltcup einmal unter die Top Acht oder zweimal unter die besten 15 kommen. Die nächste Chance dazu bietet sich am Donnerstag (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) beim zweiten Weltcup im schwedischen Östersund.

Rösch, der 2006 mit der deutschen Staffel Olympia-Gold in Turin gewann und 2019 nach mehreren Jahren als Wahl-Belgier zurücktrat, sieht sein ehemaliges Team vor einer komplizierten Saison. «Bei den Männern muss man die Erwartungen im Vergleich zu den letzten Jahren einfach deutlich herunterschrauben», sagte der 38-Jährige und nannte auch den fehlenden Nachwuchs als Grund dafür. «Früher hattest du schon 21-Jährige als Nesthäkchen mit dabei», betonte Rösch. Nun ist der jüngste deutsche Weltcup-Starter Justus Strelow, der Ende Dezember bereits 25 Jahre alt wird.

Von