Marte Olsbu Röiseland aus Norwegen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

Mit Serien kennt sich Marte Olsbu Röiseland aus. Nach vier Biathlon-Rennen in Zhangjiakou hat die Norwegerin bereits vier Olympia-Medaillen gewonnen – als erste Frau in ihrer Sportart bei den gleichen Winterspielen überhaupt.

Die 31-Jährige kann sogar mit sechs Mal Edelmetall abreisen: «Es lief bisher einfach perfekt. Ich bin gut gelaufen, meine Form passt, und das Schießen klappt.»

Eineinhalb Minuten hatte sie im Verfolgungsrennen Vorsprung, konnte am Sonntag am Ende entspannt auslaufen. Zuvor gab’s schon Gold im Sprint, mit der Mixed-Staffel und Bronze im Einzel. Neu ist das für sie nicht – und es geht sogar noch besser. Bei der WM 2020 in Antholz in Italien holte sie in sieben Rennen sieben Medaillen, wurde gleich fünf Mal Weltmeisterin und brach alle Bestmarken. «Ich habe die letzten beiden Tage nicht so gut geschlafen», sagte Röiseland. Das hielt sie nicht davon ab, die Konkurrenz gnadenlos zu dominieren.

Röiseland kam zwar als elfmalige Weltmeisterin nach China, konnte bei Olympia 2018 aber lediglich zweimal Silber mitnehmen. Akribisch hat sie sich auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet, unter anderem viel in der Höhe trainiert. «Klar ist hier ein bisschen mehr Druck, weil man etwas Großes machen will», sagte Röiseland: «Aber ich versuche, einfach im Hier und Jetzt zu sein und mich richtig zu fokussieren.»

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