Deutschlands Skispringer Martin Hamann (l-r), Pius Paschke, Markus Eisenbichler und Karl Geiger. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Markku Ulander/Lehtikuva/dpa)

Die deutschen Skispringer haben beim Team-Weltcup im finnischen Lahti überzeugt und es auf das Podest geschafft.

Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Pius Paschke und Martin Hamann mussten sich nur den siegreichen Norwegern und Polen geschlagen geben. Im Vergleich zum sehr enttäuschenden sechsten Platz in der Vorwoche in Polen präsentierte sich die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher deutlich stabiler und wertete den dritten Platz als Erfolg.

«Das war ein richtig schöner Wettkampf», sagte Geiger, dem der weiteste Sprung im deutschen Quartett gelang. «Heute haben wir mal vom ersten Sprung weg Gas gegeben.»

Nach dem ersten Durchgang lag das deutsche Team mit einer sehr ausgeglichenen Leistung auf Rang zwei. Zwischen dem weitesten Sprung des Gesamtweltcup-Zweiten Eisenbichler auf 126,5 Meter und dem kürzesten von Hamann lagen nur drei Meter. Skiflug-Weltmeister Geiger, der 125 Meter weit sprang und die meisten Punkte holte, ballte zufrieden die Faust, Eisenbichler winkte in die Fernsehkamera.

Im zweiten Versuch unter Flutlicht in der schneereichen Winterlandschaft überzeugten vor allem «Eisei», wie Eisenbichler im Team genannt wird, und Geiger mit einem fulminanten Finale. Der Oberstdorfer sprang in der letzten Runde und im direkten Duell mit dem Österreicher Daniel Huber um einen Podestplatz 129 Meter weit und sorgte für Jubel bei den wartenden Teamkollegen. «Das ist eine meiner Lieblingsschanzen», sagte der 27-Jährige zufrieden.

Auch Eisenbichler war mit seiner Leistung einverstanden. «Heute war ich mal stabil. Zweimal akzeptabel, ganz okay. Ich bin zufrieden», sagte der Siegsdorfer. «Ich freue mich, dass wir endlich mal wieder auf dem Podest sind.» Eine richtig große Schwäche leistete sich kein deutscher Sportler.

An diesem Sonntag sind die Springer zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes im Einzel gefordert. Eisenbichler gab als Ziel im ZDF aus, sich noch einmal zu steigern. «Es kommt langsam wieder», kommentierte er seine Form. Der Wettkampf beginnt um 16.00 Uhr (ZDF und Eurosport). Zuvor wird noch die am Freitag wegen schlechter Bedingungen abgesagte Qualifikation nachgeholt.

Von Thomas Eßer, dpa

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