Bester deutscher Biathlet bei der Verfolgung: Roman Rees. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

Auch die deutschen Biathlon-Herren haben im Verfolgungsrennen der Olympischen Winterspiele in China nicht in die Medaillenvergabe eingreifen können. Roman Rees kam am Sonntag beim Sieg des Franzosen Quentin Fillon Maillet aber immerhin auf Platz sechs.

Damit bleibt Gold von Denise Herrmann im Einzel die bisher einzige Medaille für das deutsche Team vor den Staffeln und den Massenstartrennen in der letzten Olympia-Woche.

Hinter Fillon Maillet, der nach 12,5 Kilometern in 39:07,5 Minuten wie schon im Einzel triumphierte, folgte der Norweger Tarjei Bö mit 28,6 Sekunden Rückstand vor dem Russen Eduard Latypow, der 35,3 Sekunden zurücklag.

Rees erreichte das Ziel trotz nur eines Schießfehlers mit schon 2:30,2 Minuten Rückstand. Philipp Nawrath mit sieben und Johannes Kühn mit vier Fehlern hatten schon zur Hälfte des Rennens keine Chance mehr auf eine vordere Platzierung. Kühn belegte Platz zwölf, Nawrath Rang 19. Der Sprint-Achte Benedikt Doll enttäuschte mit sieben Fehlern und Platz 32.

Der am Vortag als Sprint-Achter noch optimistische Doll begann bei widrigen Bedingungen mit Schneetreiben und eisigem Wind denkbar schlecht. Gleich der erste Schuss im Liegen ging vorbei, danach noch einer, so dass Doll sich sofort zwei Strafrunden einhandelte. Weitere Fehler im Stehen machten sämtliche Hoffnungen endgültig zunichte, wie vor vier Jahren in Pyeongchang noch Bronze zu erkämpfen.

Der als 17. gestartete Rees zog dadurch vorbei, blieb auch im zweiten Liegendschießen makellos und rückte auf Platz sechs vor. Zum Bronze-Rang fehlten aufgrund des Rückstandes aus dem Sprint aber zwischenzeitlich immer noch gut 50 Sekunden, ein Fehler im ersten Stehendschießen war dann zu viel. Ganz vorn leistete sich Sprint-Olympiasieger Johannes Thingnes Bö ungewohnte Fehler, musste nicht nur den Sprint-Zweiten Fillon Maillet nach der ersten Stehend-Einlage vorbeiziehen lassen und fiel auf Platz fünf zurück.

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