Wurde zum Weltcup-Auftakt in Polen über 3000 Meter Letzte: Claudia Pechstein. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Grzegorz Michalowski//dpa)

Olympiasiegerin Claudia Pechstein ist international mit einer Enttäuschung in den Olympia-Winter gestartet.

Zum Auftakt des Eisschnelllauf-Weltcups belegte die 49-Jährige im polnischen Tomaszów Mazowiecki über 3000 Meter nur den 16. und letzten Platz. Mit ihrer Zeit von 4:19,073 Minuten war sie mehr als sieben Sekunden langsamer als bei ihrem Titelgewinn bei den deutschen Meisterschaften in Inzell zwei Wochen zuvor. Siegerin wurde Irene Schouten aus den Niederlanden mit dem Bahnrekord von 4:04,009 Minuten.

Pechstein: «ein ganz schlechtes Ergebnis»

«Ich habe heute altersgerecht abgeliefert. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen ist das ein ganz schlechtes Ergebnis», sagte Claudia Pechstein nach dem Rennen, stellte aber auch klar: «Trotzdem habe ich die halbe Olympia-Norm geschafft.» Nach den Nominierungskriterien muss sie einmal unter die ersten Acht oder zweimal unter die ersten 15 kommen. Weil vier Niederländerinnen vor ihr platziert waren, aber nur drei gewertet werden, hat sie das Kriterium erreicht.

Zugleich verpasste Claudia Pechstein die Chance, sich über 5000 Meter direkt für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren zu können. Beim kommenden Weltcup im norwegischen Stavanger werden acht der insgesamt zwölf Olympia-Startplätze über diese Distanz vergeben. In Stavanger findet das einzige Weltcup-Rennen der Saison über die längste olympische Frauen-Strecke statt. Für einen Start in der A-Gruppe in Norwegen hätte die sechsmalige Weltmeisterin in Polen besser als Platz zwölf abschneiden müssen.

Besser als die Berlinerin machte es Patrick Beckert. Der deutsche Meister belegte über 5000 Meter in 6:27,409 Minuten den zehnten Rang. Damit ist der Erfurter für das einzige Weltcup-Rennen der Saison über 10.000 Meter in Stavanger qualifiziert und kann sich Hoffnungen auf einen direkten Startplatz über die 25 Runden in Peking machen. «Das ist sein Paradestrecke. Wenn er unter die ersten Acht kommt, hat er die Direktnominierung durch», sagte Bundestrainer Helge Jasch. Sieger über die 5000 Meter wurde Nils van der Poel aus Schweden mit dem Bahnrekord von 6:15,562 Minuten.

Von