Philipp Horn (r) war in der Staffel erstmals als Schlussläufer im Einsatz. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Barbara Gindl/APA/dpa)

Für Philipp Horn gab es nach der gelungenen Premiere als Schlussläufer der deutschen Männer-Staffel ein Sonderlob vom Biathlon-Bundestrainer. «Mit einer wirklich absoluten Weltklasse-Stehendserie hat er den dritten Platz gesichert», sagte Mark Kirchner.

Sein Thüringer Schützling hielt mit einer famosen letzten Schießeinlage am Sonntag beim Weltcup in Hochfilzen Sprint-Weltmeister Alexander Loginow auf Distanz. Und so lief der 26 Jahre alte Horn wenig später hinter Olympiasieger Schweden und Norwegen auf Platz drei über die Ziellinie. «Es war eine relativ entspannt Schlussrunde, ich konnte es genießen», sagte Horn.

«Ich habe schon einmal etwas geschluckt, weil es ja eine Ehre ist für das deutsche Team als Schlussläufer eingesetzt zu werden – aber ich habe mich darauf gefreut, es als Herausforderung gesehen», sagte Horn über jenen Moment als Kirchner ihm die Verantwortung übertrug. Auf dieser Position war Horn, der in der WM-Bronze-Staffel von Antholz auf Position zwei lief, im Weltcup noch nie gelaufen.

In diesen Tagen erlebt der Skijäger ein Wechselbad der Gefühle. Vom Weltcup-Auftakt aus Kontiolahti musste er abreisen, wurde von einem positiven Corona-Test ausgebremst. «Alle waren geschockt», erzählte er. Für Horn war es bereits das zweite Positiv-Ergebnis in diesem Herbst gewesen – auch das stellte sich bei der Test-Wiederholung als falsch heraus. Doch da war der Skijäger bereits so gut wie auf der Rückreise. Verletzungen hatten ihn im Sommer zudem zu schaffen gemacht.

In Hochfilzen feierte er dann sein Weltcup-Einstieg in diesem Winter: Vor seinem tollen Staffel-Auftritt belegte er im Sprint Platz 23 und in der Verfolgung Rang 20. «Das war Note zwei, würde ich sagen», schätzte er sich selbst ein. «Ich bin schon sehr zufrieden, aber ich hatte hier und da schon noch Luft nach oben.»

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