Norwegens Langlaufstar Johannes Klaebo ist aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sergei Grits/AP/dpa)

Der fünfmalige Langlauf-Olympiasieger Johannes Klaebo ist nicht mehr Mitglied der norwegischen Nationalmannschaft.

In einer Presseerklärung begründete der 26-Jährige seinen Ausstieg mit den Ereignissen der vergangenen Wochen rund um den norwegischen Skiverband und die Nationalmannschaft. Auch wegen des Ausstieges eines langjährigen Großsponsors wurde der Etat für die Langlauf-Sparte gekürzt, wodurch nur noch 20 statt 24 Läufer Teil der Auswahl werden.

«Mit meinem Rücktritt kann der Skiverband seine Kosten reduzieren und stattdessen Geld für andere Athleten ausgeben. Ja, jetzt müssen sie auch nicht mehr für meine Höhenlager bezahlen», wurde Klaebo in der Pressemitteilung zitiert: «Ich habe mehrere Kollegen in der Nationalmannschaft, die sich in diesem Rückzugsprozess schlecht behandelt fühlen.»

Der Rückzug aus der Auswahl bedeutet nicht das Ende seiner Langlauf-Karriere. «Es gab nie Verhandlungen zwischen dem Verband und mir in dieser Angelegenheit», sagte Klaebo: «Durch die Entscheidung verliere ich Einnahmen und muss meine Kosten decken. Jetzt werde ich das selbst finanzieren.»

Der norwegische Verband will Klaebos Entscheidung respektieren, auch wenn man sich dort eine andere Lösung erhofft hatte. Nun wird im Verband darüber diskutiert, ob eine bestehende Regel aufgehoben wird. Nach dieser dürfen nur Athleten an Weltcups und internationalen Titelkämpfen teilnehmen, die Mitglied der Nationalmannschaft sind. Im kommenden Winter gibt es keine Großereignisse im Langlauf.

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