Vinzenz Geiger konnte die Konkurrenz mit einem sensationellen Schlusssprint abhängen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Hendrik Schmidt/dpa)

Der deutsche Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger hat mit einer sensationellen Energieleistung Olympia-Gold bei den Winterspielen in Peking gewonnen.

Der 24 Jahre alte Allgäuer siegte nach einem Sprung von der Normalschanze und dem folgenden Zehn-Kilometer-Lauf vor Joergen Graabak aus Norwegen und Lukas Greiderer aus Österreich und sicherte sich damit seinen zweiten Olympiasieg, nachdem er in Pyeongchang 2018 Teamgold gewonnen hatte. Deutschland wahrte damit mal wieder den Status als Spezialist für die Großereignisse.

Geiger war nach einem durchwachsenen Sprung als Elfter in die Loipe gestartet. Viel höher gehandelt wurde zu diesem Zeitpunkt Teamkollege Johannes Rydzek, der mit 104 Meter die Grundlage für einen möglichen Triumph gelegt hatte. Rydzek führte dann auch lange, doch Geiger setzte zu einem furiosen Schlussspurt an und überholte auf den letzten Metern alle seine Rivalen. Für den 30 Jahre alten Rydzek blieb am Ende nur Platz fünf. Der dritte Deutsche Julian Schmid belegte Rang acht.

Geiger gilt als einer der Besten in der Kombinierer-Szene. Diesmal profitierte der Goldgewinner aber auch von den zahlreichen Corona-Ausfällen im Feld: Teamkollege und Olympiasieger Eric Frenzel fiel genauso aus wie Norwegens Weltmeister Jarl Magnus Riiber. Die Mitfavoriten Terence Weber (auch Deutschland) und Kristjan Ilves (Estland) waren in China ebenso positiv auf das Virus getestet worden und fielen aus.

Geiger hingegen war zwar eine Kontaktperson, blieb aber negativ – und zeigte eine überragende sportliche Leistung in der Loipe. «Einen kleinen Hauch an Möglichkeit sehe ich noch», kommentierte Bundestrainer Hermann Weinbuch nach dem Springen über Geiger. Dieser nutzte die Chance und griff aus einer Verfolgergruppe so furios an. Nach dem Springen hatte der laufstarke Oberstdorfer noch kommentiert: «Mit einem perfekten Laufrennen ist eine Medaille drin.»

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