Karl Geiger hat bei der Skiflug-WM gute Chancen auf den Titelgewinn. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Darko Bandic/AP/dpa)

Der spektakuläre WM-Coup von Seefeld ist keine zwei Jahre her, da könnte das deutsche Skisprung-Duo Karl Geiger und Markus Eisenbichler schon wieder mehrere Medaillen abräumen.

Bei der Skiflug-WM im slowenischen Planica sind Geiger als Erster und Eisenbichler auf Rang drei zur Halbzeit in einer exzellenten Ausgangslage.

«Es freut mich extrem, wenn ich bei Halvor Egner Granerud und Markus mitmischen und sie ärgern kann», sagte Geiger nach zwei starken Flügen auf 241 und 223,5 Meter. Er wolle das Top-Duo «erstmal nur ärgern, aber wenn ich gute Sprünge mache, müssen sie erstmal mithalten können».

Genau darauf wird es am Samstag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport) ankommen. Auf der riesigen Flug-Anlage in der slowenischen Idylle sind schnell 15 bis 20 Meter weg, da erscheinen die Abstände von knapp vier Metern (Geiger vor Granerud) und knapp fünf Metern (Geiger vor Eisenbichler) nach zwei von insgesamt vier Durchgängen minimal. «Es ist brutal eng. Eigentlich starten wir wieder bei null», konstatierte der Allgäuer Geiger, dessen hochschwangere Frau in der Heimat das erste Kind erwartet.

Vor leeren Rängen und im tiefsten Winter gilt es für Geheimfavorit Geiger und Topkandidat Eisenbichler am Samstag noch zweimal, den mehr als sieben Sekunden dauernden Flug möglichst lange bis in den Aufsprunghang zu ziehen. Gerade «Eisei», wie der 29 Jahre alte Bayer genannt wird, scheint mit seinem 247-Meter-Flug im zweiten Durchgang am Freitag auf dem besten Weg dorthin. «Dafür liebe ich das Skispringen», kommentierte er voller Freude.

Bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld hatte er im Februar 2019 vor Geiger das Einzel auf der Großschanze gewonnen, tags darauf holten sie zusammen Gold im Team. So könnte es auch diesmal laufen, steht am Sonntag (16.00 Uhr) in Planica zum Abschluss der Wettbewerbe das Mannschaftsfliegen auf dem Programm. Eisenbichler und Geiger sind dafür im deutschen Team gesetzt.

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