Die deutsche Staffel um Franziska Preuß (l) und Hanna Kebinger wurde in Ruhpolding Dritte. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sven Hoppe/dpa)

Am Ende gingen Hanna Kebinger zwar die Kräfte aus, den deutschen Biathletinnen ist der Auftakt ins Weltcup-Heimspiel in Ruhpolding mit Platz drei in der Staffel aber trotzdem gelungen.

Janina Hettich-Walz, Sophia Schneider, Franziska Preuß und Kebinger mussten sich in einem lange packenden Kampf nur Sieger Frankreich und Schweden geschlagen geben. Das deutsche Quartett zeigte sich am Schießstand stark und leistete sich insgesamt nur drei Nachlader. Nach 4 x 6 Kilometern betrug der Rückstand auf die überragenden Französinnen um Schlussläuferin Julia Simon im Ziel 46,7 Sekunden.

«Wir haben es alle echt stark gemacht. Wir freuen uns und wissen es zu schätzen, den Schritt auf das Podium gemacht zu haben», sagte Preuß im ZDF. Am Sonntag in Oberhof hatte es nach drei Strafrunden und 15 Nachladern nur zu Platz fünf für Deutschland gereicht. Nur zum Saisonauftakt im schwedischen Östersund war dem Team auf Rang drei in diesem WM-Winter bislang zuvor der Sprung auf das Podium gelungen, auch in Hochfilzen hatte es im Dezember lediglich zu Position fünf gereicht.

Deutsches Team ohne verletzte Vanessa Voigt

Nach einem starken Start ohne Schießfehler ging Hettich-Walz früh in Führung. Bei perfekten Bedingungen mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt entwickelte sich auf den WM-Strecken von 2012 ein enges Rennen. Dabei musste das deutsche Team auf Vanessa Voigt verzichten, die zuletzt in Oberhof noch Startläuferin war. Aufgrund einer Handverletzung legte die Thüringerin eine Pause ein, soll aber im Chiemgau noch starten.

Im ersten Staffelrennen des Jahres am Rennsteig hatte sich das DSV-Quartett am Sonntag auf Rang fünf gleich drei Strafrunden und insgesamt 15 Nachlader geleistet. Nachdem sie im Stehendschießen zwei Extrapatronen nutzen musste, übergab Hettich-Walz dann als Sechste an Schneider. Die 26-jährige Bayerin zeigte sich bei ihrem Heimspiel tadellos und setzte alle zehn Schüsse sicher ins Ziel. Mitfavorit Norwegen hatte zu diesem Zeitpunkt schon viel verloren und lag nach zwei Strafrunden im hinteren Teil des Feldes.

Kebinger verliert auf der Schlussrunde viel Zeit

In ihrer Wahlheimat ging Ex-Weltmeisterin Preuß als Vierte nur knapp zehn Sekunden hinter Italien in die Loipe, überholte die Führenden aber noch vor ihrem ersten Schießen. Mit einer perfekten Schnellfeuereinlage setzte die 29-Jährige die Konkurrenz weiter unter Druck. Preuß blieb unter dem Jubel der Zuschauer weiter fehlerfrei, verlor Platz eins nur kurz auf der Strecke und übergab vor Schweden an Kebinger.

Die noch recht unerfahrene Bayerin konnte auf der Strecke nicht mit der Französin Simon und der Schwedin Elvira Öberg mithalten, hielt sich als Zweite nach dem Stehendschießen aber trotzdem weit vorn. Erst auf der Schlussrunde verlor die 26-Jährige viel Zeit und hatte keine Chance mehr, in den Kampf um den Sieg einzugreifen.

Fortgesetzt wird der Weltcup in Ruhpolding am Donnerstag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) mit der Staffel der Männer. Die Frauen sind erst am Freitagnachmittag wieder im Sprint gefordert.

Von Sandra Degenhardt und Thomas Wolfer, dpa

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