Der ehemalige Top-Skifahrer Felix Neureuther. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sven Hoppe/dpa)

Der einstige deutsche Alpin-Star Felix Neureuther sieht schwierige Zeiten auf den deutschen Skisport zukommen.

Die Lücke hinter den Top-Fahrerinnen und -Fahrern sei nur sehr schwer zu schließen, sagte der 37-Jährige in einem Interview der Zeitschrift «Sports Illustrated». Neureuther begründete dies mit den anderen Rahmenbedingungen als in Ländern wie Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich und Norwegen mit ihren Gletschergebieten.

Für einen Deutschen sei Skisport massiv aufwendig. «Wir werden nie diese Masse an Skifahrern produzieren wie die anderen Nationen», prophezeite Neureuther. «Wir sind sehr auf Eltern angewiesen, die bereit sind, diesen Aufwand zu betreiben, um dem Kind einen solchen Sport zu ermöglichen. Ich fürchte, das werden künftig nur noch ganz, ganz wenige sein», erklärte der Bayer und sprach von einer riesengroßen Aufgabe für den Deutschen Skiverband.

Die regionale Zukunft des alpinen Rennsports sieht Neureuther auch angesichts des Klimawandels in höher gelegenen Gebieten. «Der Skisport auf dem Gletscher trägt sogar etwas Positives dazu bei, dass der Gletscher länger erhalten bleibt, weil beschneit, präpariert und zusammengepresst wird, wodurch das Eis deutlich langsamer schmilzt», sagte Neureuther. Es sei die große Aufgabe des Skisports, sich in Zukunft so aufzustellen, dass die Energie für die Schneeproduktion und den Betrieb von Liftanlagen saubere Energie sei.

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