Nach der Skiflug-WM zeigt sich der Internationale Skiverband Fis besorgt über beleidigende Kommentare gegen Mitarbeiter und Komiteemitglieder. (Archivbild) (Urheber/Quelle/Verbreiter: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Der Internationale Skiverband (Fis) hat nach der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf nach eigenen Angaben eine Welle beleidigender Kommentare gegen Mitarbeiter und Gremienmitglieder registriert. Es habe «zahlreiche inakzeptable Äußerungen» gegeben, erklärte ein Sprecher nach der WM, die am vergangenen Wochenende stattfand.

Konsequenzen drohen

«Ein solches Verhalten ist mit den Werten Respekt, Fairness und Sportlichkeit, die dem Skispringen und der gesamten Schneesportgemeinschaft zugrunde liegen, völlig unvereinbar», hieß es. Die gemeldeten Vorfälle würden derzeit in Zusammenarbeit mit unabhängigen Partnern auf mögliche Konsequenzen untersucht. Dazu könnten Ausschlüsse von künftigen Fis-Veranstaltungen gehören. Bei Verbindungen zu nationalen Skiverbänden könne es zusätzliche Disziplinarmaßnahmen geben, erklärte der Sprecher.

Skisprung-Dominator Prevc mit Missgeschick

Bei der WM hatte in einem denkwürdigen Team-Wettbewerb der slowenische Dominator Domen Prevc seine Skier verloren, während der Norweger Marius Lindvik auf sein Startzeichen wartete. 

Die Skier von Prevc rutschten zunächst die Heini-Klopfer-Skiflugschanze hinunter, mindestens einer flog auch bis in den Auslauf. Prevc hatte bei der Vorstartmaterialkontrolle die Skier an ein Zelt gelehnt, von dort haben sie sich nach Angaben der Fis selbstständig gemacht. Der 26-Jährige durfte im ersten Durchgang nicht mehr fliegen.

Beim Sieg Japans wurde Slowenien deshalb nur Sechster. Der slowenische Skiverband hatte anschließend eine offizielle Beschwerde bei der Fis wegen der Vorkommnisse um den Vierschanzentournee-Sieger eingelegt.

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