Der Schweizer Marco Odermatt in Aktion. (Urheber/Quelle/Verbreiter: John Locher/AP/dpa/Archivbild)

Marco Odermatt setzt seine perfekte Riesenslalom-Saison fort und kommt einem historischen Siegesrekord immer näher. Der Schweizer Ausnahme-Skirennfahrer gewann in Aspen (USA) das zweite Rennen innerhalb von 24 Stunden. Es war Odermatts neunter Sieg im neunten Riesentorlauf dieses Weltcup-Winters. Saisonübergreifend steht der Eidgenosse nun bei zwölf Triumphen am Stück in seiner Paradedisziplin – der Rekord von 14 Erfolgen nacheinander von Schwedens Ski-Ikone Ingemar Stenmark ist für Odermatt nur noch zwei Siege entfernt.

Nachdem der 26-Jährige schon etliche überlegene Siege gefeiert hatte, machte er es diesmal sehr spannend: Nach dem ersten Lauf war er nur Dritter, im zweiten Durchgang machte er einen großen Fehler und schied beinahe aus. Ein famoses Finish aber bescherte ihm den Sieg vor Landsmann Loic Meillard (+0,34 Sekunden) und Timon Haugan aus Norwegen (+0,58). Dem nach dem ersten Lauf führenden Norweger Alexander Steen Olsen unterlief ein großer Patzer, weswegen er bis auf Rang 17 abrutschte. 

«Ich weiß nicht mehr, was ich noch sagen soll», kommentierte Odermatt, der den Disziplin- und Gesamtweltcup bereits sicher hat und auch die kleinen Kristallkugeln in Abfahrt und Super-G gewinnen kann. «Ich habe mich schon draußen gesehen, habe alles riskiert. Unglaublich, dass es immer wieder funktioniert – ich weiß auch nicht, warum.»

Bester Deutscher in den Rocky Mountains wurde Alexander Schmid. Der Allgäuer landete einen Tag nach seinem Ausfall auf dem zwölften Platz mit gut zwei Sekunden Rückstand. Auch Fabian Gratz als 25. und Anton Grammel auf Rang 27 schafften es in die Wertung.

Am Sonntag (17.00 Uhr MEZ) steht zum Abschluss des Renn-Wochenendes in dem US-Nobelskiort ein Slalom an. Dabei will Linus Straßer als Mitfavorit den dritten Sieg in diesem Winter feiern oder zumindest wie zuletzt in Palisades Tahoe auf das Podest fahren.

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