Bestreitet ihre dritten Winterspiele: Skirennfahrerin Lena Dürr. (Archivbild) (Urheber/Quelle/Verbreiter: Daniel Karmann/dpa)

Skirennfahrerin Lena Dürr hat ihr Olympia-Drama von 2022 nach eigener Aussage abgehakt und geht zuversichtlich in die Winterspiele von Italien. «Ich habe den Tag wirklich als richtig guten Tag in Erinnerung mittlerweile», sagte die 34-Jährige über ihren damaligen Slalom in China, bei dem sie nur um Haaresbreite eine Medaille verpasst hatte.

«Sportlich gesehen war es wahrscheinlich für mich der beste Tag, den ich in meiner Karriere hatte.» Die Hundertstelsekunden seien letztlich nicht auf ihrer Seite gewesen, meinte Dürr. «Aber so wie ich es angegangen bin, wie ich parat war, habe ich positiv in Erinnerung. Genau so will ich es auch jetzt angehen.»

Dürr war beim Olympia-Slalom vor vier Jahren mit Startnummer eins auf die Piste gegangen, hatte nach dem ersten Durchgang überraschend geführt und war im Finale dann noch auf den undankbaren vierten Platz zurückgefallen. Anschließend holte sie immerhin noch Silber mit der Mannschaft.

Erst ein Podestplatz in diesem Winter

In Cortina d’Ampezzo startet Dürr für Deutschland im Riesenslalom am Sonntag (10.00 und 13.30 Uhr) und im Slalom am kommenden Mittwoch. Der Torlauf ist die Paradedisziplin der Münchnerin. 2023 gewann sie WM-Bronze. Sie habe «richtig, richtig gut trainiert» in den vergangenen zwei Wochen, berichtete die Sportlerin vom SV Germering. Im Weltcup, in dem sie in dieser Saison erst einen Podestplatz eingefahren hat, habe ihr zuletzt ein bisschen das Gefühl gefehlt.

Sie wolle nun den Schwung ihrer Teamkolleginnen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann in die Spiele in Norditalien mitnehmen. Youngster Aicher gewann auf der Piste Olimpia delle Tofane bereits zwei Silbermedaillen – eine in der Abfahrt, eine in der Team-Kombination mit Weidle-Winkelmann.

Die Enttäuschung, selbst nicht für das Team-Event nominiert worden zu sein, hat Dürr offenbar schnell abgelegt. Es sei zwar nie einfach, bei solchen Rennen nur zuzuschauen. «Aber die Mädels haben einen großartigen Job gemacht.»

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