Leidet noch immer an den Folgen seines Trainingssturzes: Anna Seidel. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Adam Warzawa/PAP/dpa)

Auf dem Weg zu den Winterspielen in Peking spürt Shorttrackerin Anna Seidel noch immer die Nachwirkungen ihrer schweren Verletzung.

«Ich habe jeden Tag Schmerzen, vor allem beim Gehen. Das Laufen ist auch noch nicht richtig rund. Ich humpele etwas», sagte die 23-Jährige der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Bei einem Trainingssturz im März hatte sich die Dresdnerin das Schien- und Wadenbein gebrochen. Im Rennen könne sie die Schmerzen zwar komplett ausblenden, Joggen oder hohe Sprünge aber seien nicht möglich.

«Komplett frei und unbedarft stürze ich mich noch nicht in die Kurve», räumte Seidel ein. Geholfen habe ihr die Arbeit mit Mentaltrainern. Mit Blick auf Olympia in China nehme ihr die Verletzung «vielleicht auch Druck und gibt mir die Leichtigkeit von meinen ersten Spielen zurück. Das kann eine Chance sein», sagte Seidel. Bislang hat sie die halbe Olympia-Norm für Peking geschafft.

Vor ihrer Verletzung galt die beste deutsche Shorttrackerin als Medaillenhoffnung für die Winterspiele. Im Frühjahr hatte sie gesagt, dass ihre dritten Spiele im kommenden Februar die letzten ihrer Karriere sein sollen.

Von