Tatjana Paller hat bei der Olympia-Premiere der Skibergsteigerinnen den vierten Platz im Sprint belegt. Die 30-Jährige erreichte das Finale, die historisch erste Goldmedaille gewann aber Marianne Fatton aus der Schweiz. Silber ging an die Französin Emily Harrop, Dritte wurde Ana Alonso Rodriguez aus Spanien. Paller fehlten trotz einer Aufholjagd in der Abfahrt etwas mehr als drei Sekunden zu Bronze.
Angenommen wurde die Neuerung im olympischen Wettkampfprogramm gut. Die Stimmung auf der Tribüne und an der Piste sei ausgelassen und spürbar besser gewesen als bei einem Weltcup, meinte ein Sprecher des deutschen Teams. Angestachelt von der Atmosphäre erreichte Paller als Zweite ihres Vorlaufs das Halbfinale, in dem sie in einem engen Kampf ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ und erneut direkt weiterkam.
Skibergsteigen hat den Ursprung im Skitourengehen. Die Athletinnen und Athleten laufen mit ihren Skiern einen Hang hoch. Um dabei nicht rückwärts zu rutschen, sind Felle unten an die Skiflächen gespannt. Für ein kurzes Stück müssen sie auch Treppen steigen, auf diesem Streckenabschnitt werden die Skier abgeschnallt. Oben angekommen werden die Felle an den Skiern entfernt und es geht eine kurze Abfahrt hinunter.
Ein unvergesslicher Tag
Frühzeitig waren indes Helena Euringer als Fünfte und Finn Hösch auf Rang vier in ihren Vorläufen gescheitert. «Vorwiegend überwiegt die Freude, das ist ein unvergesslicher Tag», sagte Hösch, dem fast vier Sekunden für das direkte Weiterkommen gefehlt hatten. «Das Ergebnis weiß ich sportlich einzusortieren. Ich weiß, dass es nicht an der Laufleistung gelegen hat, sondern, dass es eine falsche taktische Entscheidung mit der Fellwahl war.»

