Mikaela Shiffrin bestreitet ihre vierten Olympischen Winterspiele. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Michael Kappeler/dpa)

Auch Ski-Star Mikaela Shiffrin blickt mit großer Spannung auf die Olympia-Abfahrt ihrer US-Teamkollegin Lindsey Vonn. «Ich bin so aufgeregt, das zu sehen», sagte die langjährige Alpin-Dominatorin vor dem Rennen am Sonntag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport). «Ich glaube zu 100 Prozent daran, dass alles möglich ist.» Vonn habe schon so viele «unglaubliche Dinge» geschafft. Sie drücke allen Teamkolleginnen die Daumen, so Shiffrin.

Vonn will ihre ohnehin schon glanzvolle Karriere mit einer weiteren Medaille bei den Winterspielen veredeln. Bei einem Sturz im schweizerischen Crans-Montana vor gut einer Woche erlitt die Olympiasiegerin von 2010 nach eigenen Angaben unter anderem einen Kreuzbandriss im linken Knie. Nach den Trainingseindrücken in Cortina d’Ampezzo gehört die 41-Jährige aber dennoch zu den Favoritinnen. Die viermalige Gesamtweltcupsiegerin ist einer der größten Stars überhaupt bei den Spielen in Norditalien.

Drei Starts geplant – Team-Kombination mit Vonn?

Shiffrin wird anders als Vonn nicht in der Abfahrt starten. Die 30-Jährige werde in Cortina d’Ampezzo nur in den technischen Disziplinen antreten, erklärte sie. Vor allem im Slalom, in dem sie die Weltcup-Gesamtwertung in diesem Winter bereits vorzeitig gewonnen hat, ist die beste Skirennfahrerin der Gegenwart favorisiert. Dazu startet sie im Riesenslalom und in der Team-Kombination. In dieser womöglich sogar mit Vonn zusammen?

«Glücklicherweise habe ich keinen Einfluss auf diese Entscheidung», sagte Shiffrin. Diese liege bei den Trainern. Es sei ihr mit jeder Teamkollegin eine «Ehre», zusammenzufahren. Bei der WM in Saalbach-Hinterglemm im Vorjahr hatte Shiffrin mit Abfahrts-Weltmeisterin Breezy Johnson Gold geholt.

Die 108-fache Weltcup-Siegerin Shiffrin bestreitet in Italien ihre vierten Winterspiele. 2014 in Russland siegte sie im Slalom, 2018 in Südkorea holte sie Gold im Riesenslalom und Silber in der alpinen Kombination. 2022 in China erlebte sie ein persönliches Debakel und blieb ohne Medaille.

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