Andreas Wellinger beim Teamspringen in Lahti. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Antti H'm'l'inen/Lehtikuva/AP)

Die deutschen Skispringer haben beim Team-Weltcup im finnischen Lahti den Podestplatz verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher, die nach dem ersten Durchgang noch auf Rang drei gelegen hatte, musste sich wie schon bei der WM mit Rang fünf zufriedengeben.

Den Sieg holten sich wie zuletzt in Zakopane die Österreicher vor Slowenien und Polen. Norwegen landete auf Rang vier.

Auffällig im deutschen Quartett war die Leistung von Debütant Felix Hoffmann, der mit Weiten von 119,5 und 127,0 Metern überzeugte. «Wir haben zu viele Fehler gemacht. Zufrieden bin ich mit Felix Hoffmann, der Rest war heute einfach zu wenig. Deshalb sind wir nur Fünfter geworden», sagte Bundestrainer Horngacher im ZDF und sah den Grund in den Leistungsschwankungen auch in der langen Saison: «Die Belastung der Nationalmannschaft ist natürlich höher, da ist immer Strom drauf.»

Olympiasieger Andreas Wellinger (119,5 und 117,5 Meter) haderte mit seinen Leistungen. «Der Sprung war nicht gut. Ich hoffe, dass die Jungs es besser machen», sagte Wellinger.

Auch Markus Eisenbichler (126,0 und 121,0 Meter) war alles andere als zufrieden. «Die Landung nervt mich extrem, geht mir gerade richtig auf den Keks, ich kann es jetzt nicht ändern», sagte er nach dem ersten Sprung: «Mit dem zweiten Sprung bin ich auch nicht zufrieden. Die Schanze liegt mir eigentlich extrem gut, aber ich baue immer so kleine Fehler ein. Im Absprung und dann bei der Landung, das muss ich einfach abstellen.» Eisenbichler entschuldigte sich auch beim Team: «Es tut mir leid für die Teamkollegen, dass ich nicht mal einen normalen Sprung abrufen kann.» Auch Karl Geiger, der vor drei Jahren in Lahti noch den Weltcup gewann, musste sich mit Weiten von 116,5 und 125 Metern trösten.

Strahlend ging Hoffmann aus dem Auslauf. «Ich bin sehr zufrieden», sagte der Thüringer, der zuletzt noch im Continentalcup gestartet war. «Ein bisschen Druck ist dabei, gerade im Teamspringen, denn es ist ja nicht so häufig», sagte der Debütant im Team.

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