Eiskunstlauf-Teenager Genrikh Gartung hat sich bei seiner ersten Europameisterschaft nach einer Zitterpartie im Kurzprogramm für die Kür qualifiziert. Der 18-Jährige belegte im britischen Sheffield auch wegen eines Sturzes beim dreifachen Axel mit 64,45 Punkten den 24. Rang und damit den letzten Finalplatz. «Es war sehr schwer. Der Axel hat mich rausgebracht», sagte Gartung.
Besonders bitter für Gartung: Bei seinem EM-Debüt erhielt er einen Punktabzug wegen eines Zeitverstoßes. Beinahe hätte ihn dieser den Einzug in das Kürfinale am Samstag (ab 14.00 Uhr) gekostet.
Drama um Franzosen Aymoz
Doch nach Gartung patzte noch der Franzose Kévin Aymoz. Der 28-Jährige, der als Mitfavorit auf den Titel galt, stürzte gleich dreimal und landete nur auf dem 27. Platz.
Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) entging damit der nächsten Ernüchterung in den Einzelwettbewerben bei einem Großereignis. Bei der EM im vergangenen Jahr hatte es weder bei den Männern noch bei den Frauen einen Finaleinzug gegeben. Für Sheffield wurde von der DEU aufgrund von mangelnder Qualität erst gar keine Einzelstarterin nominiert.
In Führung liegt nach dem Kurzprogramm Nika Egadse aus Georgien mit 91,28 Punkten. Zweiter ist der Este Aleksandr Selevko (88,71 Punkte), auf dem dritten Rang liegt dessen Bruder Mihhail Selevko (88,28 Punkte).

